Gemeinschaftspraxis für Bewusstseins - Schamanismus
Joachim A. Hennings & Stefanie Reich
Schamanen
Luchs - MedizinLuchs...
Alle Geheimnisse kennst du,
über Traumzeit und Magie,
aber du schweigst.
Damit ich lerne, die Zunge zu zügeln,
beobachten, still wie die Sphinx,
mächtig, doch schweigend.
Vieles weiß man über den Luchs zu erzählen. Der Luchs kam zu mir, als ich noch gar keine Ahnung davon hatte, welche Medizin er in sich trägt, und was das mit mir/uns zu tun haben sollte. Ich fühle die Kraft und Herausforderung, die er uns bringt und fühle mich sehr geehrt, mit ihm verbunden zu sein, auch wenn es manchmal nicht ganz einfach ist, Träger und Kenner von Geheimnissen zu sein... welche Freude aber ist es, den Schatz im Herzen eines Menschen sehen und erkennen zu können... . Unser Alltag besteht aus Luchs - Medizin und anders können wir es uns kaum vorstellen.
Möge die Luchs - Medizin uns zum Wohle Aller eine weise Grundlage sein für das, was das göttliche in uns in Erfahrung bringen möchte!
Stefanie Reich, Oktober 2009
Auf leisen Pfoten pirsche ich mich an -
Ganz Katze, geschickt und schlau.
Ich liebe Geheimnisse und kenne alle -
Begleite mich und du gehst in keine Falle.
Verborgenes zeig’ ich dir -
Dimensionen durchschreiten wir.
Ich schenke dir Wissen, ich schenke dir Kraft, so folge mir.
Der Luchs ist der Bewahrer von Geheimnissen vergessener magischer Systeme und okkulten Wissens. Er bewegt sich frei durch Raum und Zeit und geht in das große Schweigen, wenn es darum geht, ein Mysterium zu enträtseln.
Der Luchs ist nicht der Hüter der Geheimnisse, er ist der Kenner!
Die Kraft des Luchses ist eine ganz besondere Art von Hellsichtigkeit. Wer in Verbindung mit dieser Kraft ist, dem ist es möglich, Bilder von Menschen zu sehen, die sie vor sich selbst oder anderen versteckt halten, z.B. deren Geheimnisse, ängste, Lügen oder Selbstbetrug.
So ist es auch möglich, den Schatz zu erkennen, den jemand vor sich selbst (und anderen) versteckt hält. Der Luchs würde niemals über diese Offenbarungen sprechen - er weiß um diese Dinge und wirkt in seiner eigenen Weisheit.
Wer einem Luchs-Menschen dieses Wissen (z.B. wo SIE ihren Schatz versteckt halten) „abluchsen” möchte, der muss die Tradition, aus der ein Luchs-Mensch heraus handelt, voll respektieren. Das bedeutet, dass man im Ausgleich für diese „Auskünfte” und das entsprechende heilerische Wirken eine Gegenleistung erbringt. Diese Vorgehensweise ist bekannt als „das Gesetz der Luchs-Leute” und wurde u.a. schon bei den alten Völkern Amerikas, den Zigeunern, den Sufis und in der alten ägyptischen Kultur angewendet.
STERNENAUGE
Luchsaugen schimmern und funkeln wie kostbarer Bernstein - voller verborgener Geheimnisse. Man nannte den Luchs deshalb früher „Funkler”.Der Name Luchs geht auf einen indogermanischen Wortstamm zurück und bedeutet leuchten, strahlen oder funkeln. Auch im lateinischen lux für Licht ist die Verbindung zwischen Luchs und Licht offensichtlich.
Die Verbindung von Luchs und Mensch ist selten und stammt aus alten Zeiten. In der Antike war der Luchs ein hilfreicher, hellsichtiger Tiergeist, der Ariadne auf dem Weg durch das dunkle Labyrinth, wo sie den Weg mit einem Faden für Theseus kennzeichnete, führte. Die bärtige Geisterkatze bringt die Fähigkeit des hellen Sehens und Hellhörens.
Bei den Völkern Nordeuropas galt der Luchs als ein Tier mit besonders starken magischen Fähigkeiten. Amulette und Ketten aus Luchskrallen wurden auch von Schamanen Sibiriens während der Reise in andere Welten getragen. In nordischen Sagen gilt der Tiergeist als Helfer beim Besteigen des Jenseitsberges. Bei den Nez-Perce Indianern Nordamerikas gibt es die Geschichte vom „Herrn des Nebels”, einem weisen, uralten Luchs, zernarbt von einem ereignisreichen Leben und geschwächt vom Alter aber mit erstaunlichen magischen Fähigkeiten. Der Luchs gilt auch als Tier des keltischen Lichtgottes Lugh (keltisches Erntefest Lughnasadh, 1.August).
In Skandinavien war der Luchs der Liebesgöttin Freya geweiht und ihr Wagen wurde auf Abbildungen manchmal von Luchsen gezogen.
Die Griechen waren der Meinung, dass Luchse durch feste Gegenstände blicken können.
Galileo, der der „Akademie der Luchse” angehörte, hatte einen Luchs in seinem Wappen, der den Höllenhund Kerberos mit seinen Klauen zerriss. Kerberos bewachte den Eingang zur Unterwelt; deshalb sollte Galileos Wappen andeuten, dass Wissen Dunkelheit und Leiden besiegen kann.
Auch unser Herzens-Anliegen ist es, dem Menschen das Wissen zu vermitteln, welches er benötigt, um aus seiner Dunkelheit und seinem Leiden den Weg selbst heraus zu finden. Hierzu gehört für uns, dem Menschen die inneren und äußeren Abhängigkeiten ins Bewusstsein zu bringen und ihn den Weg in seine Kraft selbst fühlen zu lassen. Damit das Leben in Freiheit, Freude und Fülle gelebt werden kann, weil es als ein solches auch gedacht ist!
Stefanie Reich, Oktober 2009
Quellenangabe:

